Thin Lizzy Live In Cleveland 1976 (2026) - ein Review von Philomena

Thin Lizzy: Live In Cleveland 1976 - Cover
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9.50
∅-Bew.
Typ: Live
Genre(s): Rock: Hardrock


Philomena
18.04.2026 18:10

Diese Show aus Cleveland ´Live At The Agora´ (eine WMMS-Radioübertragung) von der ´Jailbreak´-Tour vom 11.05.1976 wurde schon auf dem längst vergriffenen CD-Box-Set „1976“ veröffentlicht. Jetzt gibt es das ca. 65 Minuten lange Konzert zum ersten Mal offiziell auf doppeltem transparentem Vinyl zum “Record Store Day 2026” in einer Auflage von 4.000 Stück

Die Trackliste enthält fünf Klassiker von ´Jailbreak´ sowie Songs von ´Fighting´ und ´Nightlife´ sowie als kleine Überraschung zum Schluss noch ´Little Darling´. Der Song wurde als Single veröffentlicht, als Gary Moore nach dem Ausscheiden von Eric Bell Philip Lynott und Brian Downey übergangsweise vor ´Nightlife´ aushalf.

Das Konzert ist fantastisch, zeigt eine Band mit unglaublicher Energie und fügt den großartigen Auftritten auf der ´Live And Dangerous Box´ ein weiteres Highlight hinzu. Roh (zu Beginn noch mit ein paar Rückkopplungen, dann deutlich besser werdend) und heavy (besonders der Bass von Philip). Die beste Live-Band ihrer Zeit. Das lässt sich nicht leugnen. Und das beste THIN LIZZY Line-up. Amen.

Weitere kleinere Abweichungen vom damaligen “Normalprogramm” sind eine deutlich längere Version von ´It’s Only Money´ von ´Nightlife´ und eine langsame, erweiterte Version von ´Romeo And The Lonely Girl´ vom ´Jailbreak´-Album. Brian Robertson versucht sich ganz ordentlich als Backgroundsänger und es gibt ein starkes Gitarrensolo von Scott Gorham. Dazu kommen die üblichen Klassiker, die sich auch auf ´Live And Dangerous´ fanden, in spannenden Versionen („We have a single out at the moment. It’s a new single …called ´The Boys Are Back In Town´”). Also jede Menge Höhepunkte.

Am Ende kommen die obligatorischen Jams für das Publikum mit ´Baby Drives Me Crazy´ (Philip kämpft hörbar erfolgreich um das Publikum), das frühe Lyrics des erst im November zur Veröffentlichung anstehenden ´Boogie Woogie Dance´ von ´Johnny The Fox´ adaptiert. Philip spielte gerne mit Lyrics von neuen Songs im Live-Test. Und es gibt eine gewaltige Version von ´Me And The Boys…´ mit unglaublichem Powerdrumming des einzigartigen Brian Downey, obwohl der sich auch schon vorher auf ´Sha-La-La´ ausgetobt hat. Und Brian Robertson zeigt einmal mehr seine erstaunlichen Gitarrenkünste (Philip: “Don’t mess with the Kid”!). Eine unglaubliche Dynamik.

Dann rundet zum Schluss der genannte Überraschungstrack ´Little Darling´ das Album ab. Fantastisch. Die beste Besetzung der besten Band in Topform. Die Verpackung mit einem abgewandelten Cover-Design von ´Jailbreak´ des hochbegabten Jim Fitzpatrick. Und die transparenten Vinylplatten sind wirklich schön und von der Pressung von hoher Qualität. Ich bin kein großer Fan des “Record Store Day”. Aber dieses Album ist definitiv sein Geld wert.Ein weiterer Live-Klassiker von THIN LIZZY aus dem Jahr 1976.

https://www.saitenkult.de/2026/04/19/thin-lizzy-live-in-cleveland-1976-record-store-day-2026/

Punkte: 9.5 / 10


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