Allein der Name "Crimson Glory" lässt uns ehrfürchtig niederknien. Aber wie soll das ohne das Mastermind Midnight funktionieren? Vor Jahren hat man den Nachfolgeshouter Tod La Torre an Queensryche verloren, weshalb nun ein gewisser Travis Wills am Mic steht. Und der macht seine Sache sehr gut. Einen Shouter wie Midnight kann man jedoch nicht wirklich ersetzen, zumal der auch beim Songwriting gehörig mitgewirkt hatte.
Bislang stehen bei uns zwei Topalben zu Buche, plus die Soloscheibe von Midnight. Hinzu kommen noch diverse Topsongs aus unserer Topsongliste, entsprechend hoch sind dann auch die Erwartungen.
Der Opener und der Titeltrack waren dann leider etwas enttäuschend, weil einfach zu simpel gestrickt. Aber mit Song 3 Broken Together geht es dann doch noch in die richtige Richtung los. Das nachfolgende Angel In My Nightmare könnte durchaus auch einen Platz auf den Achtzigerjahre-Scheiben gefunden haben. Indelible Ashes brilliert durch starkes Riffing, während Beyond The Unknown wohl einer der Höhepunkte der Scheibe ist. Armor Against Fate lebt vom Gesang und Pearls Of Dust hat Headbanger-Hitpotential. Das abschließende Triskaideka ist schon etwas älter und lange in unserer Topsongliste.
Meine anfänglichen Bedenken wurden vom Winde verweht. Am besten startet man mit Song 3 und hängt die Songs 1 und 2 am Ende an. Die Scheibe klingt sowas nach Crimson Glory, dass jeder ehemalige Fan mit einem Strahlen im Gesicht von dannen ziehen wird. Aber klar muss auch sein, dass Meisterwerke wie die ersten beiden Scheiben, zumal ohne einen der wohl besten Metal Shouter ever, nicht so einfach zu wiederholen sind. Crimson Glory sind auf dem richtigen Weg und live werde ich dabei sein. 15 fette Punkte mit der Tendenz zum Topalbum.
Punkte: 7.5 / 10