Von den bisherigen sieben Scheiben der US-Boys, haben es vier in unsere Topalbenliste geschafft. Nun liegt Scheibe 8 vor und die Erwartungshaltung ist riesengroß. Und das schon vorab, es ist ein weiteres Topalbum. Allerdings, anders als auf anderen Plattformen, gehen wir mit diesem Begriff nicht inflationär um.
Was erwartet dich? Siebziger-Mucke mit Querverweis auf Ten Years Afters Love Like A Man, Stoner, Psychedelic, Blues, Hardrock und Doom. Die Scheibe beginnt mit Red Rocking Chair tiefenentspannt, bevor dich der Bass in die Ecke katapultiert. Und der charismatische Gesang vollbringt den Rest. Das ist wie auf Drogen. Gegen Ende wird der Song richtig heavy. Was für ein Start. Das nachfolgende Culling Line schlägt in die gleiche Kerbe. Fette Gitarren pflastern seinen Weg. Aethernet könnte man als monoton bezeichnen, dabei ist es gerade dieser phänomenale Sound, der die Mucke unverwechselbar macht. Nur All Them Witches klingen wie All Them Witches. Hold Up, Say What? ist dann rockiger mit fuzzy sounds. Als Ausgleich folgt das melancholische Go-Getter. Ruhig geht es auch mit Starting Line weiter, bis dich das schwere Riff abholt. Egal, ob Angel On The Wayside, Turn On the Light, The Welterweight oder der Saturn Song, alles klingt so einfach und doch ist es hohe Kunst. All Them Witches haben einen weiteren Meilenstein erschaffen und, auch wenn ich nicht zur Höchstpunktzahl greife, bin ich nah dran.
Punkte: 9 / 10